Tagebuch 14-18 Vier Geschichten aus Deutschland und Frankreich
Buch

Vier Einzelschicksale erzählen vom Zwiespalt zwischen Kriegsbegeisterung und -schrecken. Ein Comicbuch, das auf historischen Tagebucheinträgen aufbaut.


Rezension

Die Authentizität macht das Buch so bewegend. Die hier dargestellten Geschichten von Walter, Nessi, Lucien und René sind "echt" und basieren auf deren persönlichen Erinnerungen und Tagebüchern. Sie zeigen, wie der Ausbruch des Krieges 1914 in das private, individuelle, öffentliche und militärische Leben eingriff. Und sie zeigen, wie unterschiedliche Wahrnehmungen und Einschätzungen von Krieg entstehen und sich auch wieder verändern können. Besonders der zweite Teil des Buches nimmt den Zwiespalt von Kriegsbegeisterung und dem Erleben der grausamen Wirklichkeit des Krieges auf. Die Geschichten stolpern ein wenig - sie sind wie Schlaglichter auf einzelne, aussagekräftige Situationen angelegt. Ein Glossar am Ende des Buches gibt zusätzliche historische Informationen und hilft beim Einordnen in das Gesamtgeschehen.

Mein Fazit: ein bewegendes, informatives und nachdenklich machendes Buch für alle, die sich für historische Ereignisse interessieren und bereit sind, sich mit den verschiedenen Aspekten von Krieg auseinanderzusetzen.Sehr empfohlen für Büchereien, Schulen, Kirchengemeinden und zum Eigenbesitz. Ab 12 J.

Rezensent: Susanne Betz


Schlagwörter: Deutschland Krieg Frankreich 1. Weltkrieg

Tagebuch 14-18 : Vier Geschichten aus Deutschland und Frankreich / Alexander Hogh. Ill. von Jörg Mailliet. Hg. von Julie Cazier u. Martin Block. Unter Mitwirkung von Gerd Krumeich. - Köln : Tintentrinker, 2014. - 115 S. : überw. Ill. ; 29 cm
ISBN 978-3-9816323-1-6 geb. : EUR 20.00

2014/0687 - Geschichte (einschl. Kulturgeschichte), Zeitgeschichte - Buch