Surminski, Arno
Sommer vierundvierzig oder wie lange fährt man von Deutschland nach Os Roman
Roman


Rezension

Es ist der letzte Sommer vor dem furchtbaren Ende, in dem der 21jährige Hermann Kallweit als Fronturlauber seine Heimatstadt Königsberg und die auf einem Dort lebende Mutter besucht, eine unerfüllte Liebesgeschichte erlebt und nur das ferne Grummeln des Krieges die Idylle auf der Nehrung stört. Vom schweren Luftangriff im August '44 hört H. Kallweit an der Italienfront, die Eltern überleben, von dem geliebten Mädchen kommt keine Nachricht mehr. 50 Jahre nach Kriegsende kann er als Tourist die Stätten der Jugend wieder besuchen, er kommt in ein kaputtes Land mit freundlichen, genügsamen Menschen. Surminski nimmt z.T. Motive seines 1. Romans ("Jokehnen": BA 5/80,54) wieder auf, schreibt aber keine Fortsetzung. Es ist ein ruhiges Anschreiben gegen das Vergessen, voller Liebe zu dem Land, dessen Geschichte, Landschaft und Mentalität in die Erzählung eingehen. Eines des besten Bücher Surminskis (zuletzt BA 1/97). - Für alle Bibliotheken wärmstens empfohlen.


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Surminski, Arno:
Sommer vierundvierzig oder wie lange fährt man von Deutschland nach Os : Roman / Arno Surminski. - Berlin : Ullstein, 1997. - 445 S. : Kt. ; 21 cm
ISBN 978-3-550-08243-6 fest geb. : 44,00 + F

86690109836 - SURM - Signatur: SURM - Roman