Könnecke, Ole
Anton und die Mädchen
Kinder und Jugend

Eine mit viel Witz inszenierte Bildgeschichte, in der das angeblich starke Geschlecht ganz schön schwach aussieht. (ab 4) (JD) Mädchen sind eigenartige Wesen: Da taucht der unvergleichliche Anton auf dem Spielplatz auf, doch die Mädchen zeigen sich vollkommen unbeeindruckt. Dabei kann Anton vorwärts auf dem Bauch die Rutsche runterrutschen. Mit geschlossenen Augen. Wieso bloß reagiert niemand auf seinen selbstbewussten Auftritt? Unbeeindruckt vom männlichen Muskelspiel bleiben die Mädchen in ihr eigenes vertieft und erklären sich erst dann bereit, dem zunehmend verzweifelten Anton Aufmerksamkeit zu schenken, als dem kleinen Möchtegern die Nerven durchgehen und er zu weinen beginnt. Großformatig aufbereitet werden die mit nachdrücklichem Konturstrich in Szene gesetzten Figuren vor leeren Hintergrund gesetzt. Ihren besonderen Reiz jedoch bezieht die knapp kommentierte Bildgeschichte aus der Gleichzeitigkeit des sich emotional so deutlich voneinander unterscheidenden Handelns der Kinder. Mit viel Situationskomik wird der Reifegrad dieses Handelns ausgestellt - naturgemäß zum Nachteil männlicher Beteiligung. Welches Ausmaß an Unbelehrbarkeit noch auf die Frauen zukommen wird, zeigt sich zum Schluss: Anton hat endlich Vernunft angenommen und darf in aller Ruhe bei den Mädchen bleiben. Doch da kommt Lukas... Sehr zu empfehlen ab 4 Jahren. *bn* Heidi Lexe


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Personen: Könnecke, Ole

Standort: IRPB Salzburg

Schlagwörter: Freundschaft Geschlechtlichkeit Anton

Könnecke, Ole:
Anton und die Mädchen / Ole Könnecke. - München : Hanser, 2004. - [14] Bl. : durchg. Ill. (farb.) ; 29,5 x 28,5 cm
ISBN 3-446-20509-8 fest geb. : ca. € 11,30

Zugangsnummer: 0010955001 - Barcode: 0003055960
D6:4-357 - Signatur: D6:4-357 - Kinder und Jugend