Kinsky, Esther
Hain Geländeroman
Buch

Ein ungewöhnliches Trauerbuch in Grautönen, aber voller Poesie. (DR) Die Erzählerin des Buches hat ihren Lebensgefährten M. nach schwerer Krankheit verloren und stellt sich nun einem Leben als Hinterbliebene. Sie sucht Zuflucht im Ort Olevano südlich von Rom. Das Dorfleben beobachtet sie aus der Distanz, ihre Spaziergänge führen sie meist auf den Friedhof der kleinen Stadt und auch sonst ist ihr Tagesablauf geprägt von Verlust und Resignation. Esther Kinsky hat dieses Buch im Bewusstsein strengster Askese geschrieben. Andere Personen als die Frau kommen kaum vor, sie sind eher Teil der Landschaft als handelnde Subjekte. Die überwiegend geschilderte Farbe ist Grau. Hier wird ein Mensch beschrieben, der zwar die Natur liebt, dem aber ihr Farbenreichtum beinahe aufdringlich erscheint. "Hain" ist ein in weiten Zügen verwirrendes Buch. Man hat das Gefühl, dass es der Autorin mehr darum geht, schreibend eine schwierige Lebensphase zu bewältigen, als den LeserInnen eine verständliche Geschichte zu bieten. Ein Buch, das man - wenn überhaupt - in kleinen Portionen lesen sollte.


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Personen: Kinsky, Esther

Schlagwörter: Italien Lebensgeschichte Trauer

Interessenkreis: Frauen

Kinsky, Esther:
Hain : Geländeroman / Esther Kinsky. - Berlin : Suhrkamp, 2018. - 283 S.
ISBN 978-3-518-42789-7 fest geb. : EUR --.--

Zugangsnummer: 2018/0496 - Barcode: 2-3020004-1-00015369-0
Romane, Erzählungen, Dramen, Lyrik, Sammlungen - Signatur: Ro Kin - Buch