Summers, Laura
Der Tag, an dem wir wegliefen
Buch

Als drei Geschwister ihre Pflegefamilie verlassen und auseinander gerissen werden sollen, laufen sie davon.


Rezension

Der Weg zu ihrer alten Großtante ist so abenteuerlich und gefahrvoll, dass der Leser mitfühlt, wenn die Kinder am Ende ihrer Reise feststellen müssen, dass ihre Tante verstorben ist. Ohne Geld in der Tasche und die Polizei auf den Fersen, versuchen sich die Kinder weiter durchzuschlagen. Das liest sich fesselnd wie ein Krimi! Die 14jährige Vicky kümmert sich dabei wie eine Mutter um ihren 10jährigen Bruder Jamie und um ihre geistig behinderte Zwillingsschwester Ri. Erzählt wird die Geschichte abwechselnd von Vicky und Ri. Und das macht das wirklich Besondere des Romans aus: die Autorin, selbst Mutter eines behinderten Kindes, hält konsequent und authentisch die Sichtweise der geistig zurück gebliebenen Ri ein.- Bedauerlich ist, dass der Verlag mit seinem Cover (idyllische Wanderszene a la Enid Blyton!) anscheinend über den so wichtigen, wenn auch nicht ganz leichten Inhalt (Tod der Mutter, Pflegefamilie, Behinderung) hinwegtäuschen möchte-schade.

Eine spannende, teils auch humorvolle, emotional berührende Geschwistergeschichte, über die Kraft des Zusammenhalts. Sehr empfehlenswert für Kinder ab 11 J.

Rezensent: Judith Richter


Personen: Summers, Laura

Schlagwörter: Tod Behinderung Flucht Pflegekinder

Summers, Laura:
Der Tag, an dem wir wegliefen / Laura Summers. Dt. von Eva Rieckert. - München : Dt. Taschenbuch Verl., 2011. - 271 S.; 22 cm. - Aus d. Engl.
ISBN 978-3-423-76041-6 geb. : EUR 14.95

Zugangsnummer: 0002/9798
Buch