Langer, Claudia
Die Generation Man müsste mal Eine Streitschrift
Buch

Eine Streitschrift, die jeden Einzelnen aufrütteln will zum engagierten Handeln und zur Übernahme von Verantwortung gegenüber großen und kleinen Weltproblemen.


Rezension

Ob Klimawandel, Bildungskatastrophe, Konsumentenmacht: Claudia Langer provoziert den Leser, kritisiert die Unentschlossenheit aller, fordert auf, einen Anfang zu machen, egal, ob mit Projektgruppe oder Konsumverzicht. Jeder Einzelne könne und sollte einen Beitrag leisten zu einer besseren Welt, so ihre These. Das System funktioniere nicht mehr. Aber die Gesellschaft sei "zu reich und zu gebildet", um dies nicht ändern zu können. Auf 190 Seiten, schildert sie in fünf Teilen zunächst ihre Motive, erzählt von ihrer Internetplattform "Utopia", prangert an mit plakativen - in rot gedruckten - Sätzen, untermauert ihre Thesen zu Kyoto und Finanzwelt mit Quellenangaben zu "aufrüttelnden" Websites, Filmen und Büchern. Sie stellt ein Zehn-Paragrafen-Manifest auf für Eltern, Jugend, Politiker, Konsumenten, alle, die "Verantwortung übernehmen" sollten. "Mutbürger" seien notwendig, die "verändern, eingreifen und mitgestalten" wollen, "zukunftsfähige Denker, keine angepassten Funktionseliten".

Ein Buch, das nervt, herausfordert und unbequem ist - und gerade deshalb lesens- und vor allem nachdenkenswert und diskussionswürdig ist. Vom Konfirmanden bis zu "70plus": für Jeden geeignet.

Rezensent: Delia Ehrenheim-Schmidt


Personen: Langer, Claudia

Schlagwörter: Zukunft Gesellschaft Politik Engagement

Langer, Claudia:
Die Generation Man müsste mal : Eine Streitschrift / Claudia Langer. - München : Droemer, 2012. - 189 S. ; 21 cm
ISBN 978-3-426-27576-4 geb. : EUR 18.00

Zugangsnummer: 0003/1091
Zeitkritik und Zukunftsfragen - Buch