Harrison, Jim
Schuld Roman
Buch

Eine amerikanische Familiensaga vom ewigen Kampf zwischen Gut und Böse unter Einbeziehung ökologischer Aspekte im ausgehenden 20. Jahrhundert.


Rezension

Der Ich-Erzähler, David Burkett, Spross einer durch das Abholzen riesiger Wälder am Oberlauf des Mississippi reich gewordenen Familie, mag die Tradition der Vorfahren, die von ihren Spekulationsgewinnen lebten, nicht fortsetzen. Er leidet unter dem schlechten Image seiner Familie. Als 18-jähriger verlässt er das Elternhaus und zieht sich in die Einsamkeit der Wälder zurück. Er war ohnmächtiger Zeuge eines Vergehens seines Vaters geworden, das von Dritten als "abartiges, ungesühntes Verbrechen" (Nympholepsie) hingenommen und gedeckt wurde. David versucht, die Geschichte seiner Familie herauszufinden und kommt sehr verwobenen und abgründigen Dingen auf die Spur. In einem mächtigen Aufbäumen gegen Unrecht, Verrat und Unterdrückung findet die Angelegenheit schließlich ein schauriges Ende.

Eine kraftvolle Familiensaga vom Kampf zwischen den Geschlechtern und den Generationen und zwischen Herrschenden und Abhängigen, gezeichnet von Obsessionen vielfältiger Art. Eine bedrückende und zugleich tröstende Darstellung im Wissen von der Verstrickung in unverantwortete Schuld.

Rezensent: Halgard Kuhn


Personen: Harrison, Jim

Schlagwörter: Schuld Verantwortung Ökologie Reichtum

Harrison, Jim:
Schuld : Roman / Jim Harrison. Dt. von Christel Dormagen. - 1. Aufl. - Zürich : Arche, 2009. - 462 S. ; 21 cm. - Aus d. Engl.
ISBN 978-3-7160-2623-6 geb. : EUR 24.90

Zugangsnummer: 0002/6461
Romane, Erzählungen, Dramen, Lyrik, Sammlungen - Buch