Sunakay
Buch

Ein Bilderbuch mit dystopischen Motiven zur Verschmutzung des Meeres.


Rezension

Eine apokalyptische Welt: Sunan und Kay leben auf einem Müllberg im Meer, der nur aus Plastik und anderem Abfall besteht. Im Meer gibt es keine Spur von Leben mehr. Die beiden Schwestern können auf der nach ihnen benannten Insel Sunakay überleben, weil sie im Meer nach wertvollen Gegenständen tauchen, die sie an Händler verkaufen, um von dem Geld Lebensmittel zu erwerben. Als Kay einem Händler einen kleinen Fisch abkauft, der dann stirbt, lässt sie den toten Fisch ins Meer. Etwas Unglaubliches geschieht: Das Meer "schlägt zurück". Eine Explosion und ein Tsunami zerstört alles, die beiden Schwestern werden getrennt. Das Bilderbuch endet aber letztendlich hoffnungsvoll. Diese mit doppelseitigen, farbintensiven Illustrationen gestaltete Dystopie soll Kinder aufrütteln, sich für Meer- und Umweltschutz einzusetzen. Auch wenn einzelne Seiten von den Illustrationen beeindruckend gestaltet sind, überzeugt die Geschichte mit ihren märchenhaften Zügen nicht. Sie enthält viele Leerstellen und bietet Freiraum für eigene Ideen, lässt den Leser/die Leserin aber auch mit vielen Fragen zurück.

Für Kinder ab 8 Jahren. Für ev. öffentliche Büchereien nicht geeignet. Das Bilderbuch erfordert intensive Vermittlung.

Rezensent: Anke Märk-Bürmann


Personen: Martí, Meritxell Salomó, Xavier

Schlagwörter: Meeresverschmutzung

Sunakay / Meritxell Martí. Ill. von Xavier Salomó. Dt. von Magdalena Theisen. - Berlin : Jacoby & Stuart, 2022. - O. Pag. : überw. Ill. ; 30 cm. - Aus d. Katalan.
ISBN 978-3-96428-142-5 geb. : EUR 26.00

Zugangsnummer: 2015/1977
Bilderbücher (einschl. Märchen- u. Sachbilderbücher) - Signatur: Jm 1 Sun - Buch