Bank, Zsuzsa
Sterben im Sommer
Schöne Literatur

Zsuzsa Bánk erzählt in einem inneren Monolog, wie es war, als sich der Tod ihres Vaters abzeichnete, in jenem Sommer am Balaton, zu dem das Sterben nicht passen wollte, erzählt vom Verdrängen, vom Aktivwerden, dem Mutmachen und schließlich dem Annehmen und Abschiednehmen. Poetisch und schonungslos zugleich sind äußere Handlung - das Kranksein des Vaters, die Klinikerfahrungen, der Austausch in der Familie - und innere Handlung - Erinnerungen, Ängste, Hoffnungen und Erkenntnisse - miteinander verwoben und bilden so die Menschheitserfahrung eines existenziellen Verlustes ab. Die Autorin lässt ihre Leser/-innen teilhaben an ihren Gefühlen und berichtet vom Weg als Tochter, die lernen muss loszulassen. Es ist eine alltägliche Geschichte: Der betagte Vater erkrankt, muss in diesem Fall, da er in seiner ungarischen Heimat ist, noch nach Deutschland gebracht werden, wo die Tochter eine neue Heimat gefunden hat, wird gepflegt, ermuntert, begleitet und schließlich verabschiedet. Das Leben der Hinterbliebenen geht weiter oder beginnt vielleicht hier erst. Der Verlust deckt vieles der Persönlichkeit auf, lässt hinterfragen und schickt auf einen eigenen Weg. Ein Roman über die Kraft der Wurzeln, den Schmerz des Ausreißens und des Wachsens auf anderem Boden. Sehr wertvoll. Rezension Autor*in (bv.):Christine Vornehm


Dieses Medium ist verfügbar. Es kann vorgemerkt oder direkt vor Ort ausgeliehen werden.

Personen: Bank, Zsuzsa

Schlagwörter: Trauerarbeit Tod Sterben Tochter Trauer Differentielle Psychologie, Entwicklungspsychologie Fa 1.27 Sterbebegleitung

Interessenkreis: Biografischer Roman Bibliothek des Abschieds

SL Ban

Bank, Zsuzsa:
Sterben im Sommer / Zsuzsa Bank. - Frankfurt am Main : S. Fischer, 2020. - 237 S.
ISBN 978-3-10-397031-9 geb. : 22,00 EUR

Zugangsnummer: 0009845001 - Barcode: 2-0000000-8-00096683-2
Schöne Literatur - Schöne Literatur