Bünnig, Jenny
Meine fremde Freundin Roman
Roman


Rezension

Josephine, Anfang 30, kämpft mit dem Verlust ihrer Freundschaft zu Inken. Um herauszufinden, was die beiden voneinander entfernt hat, begibt sich Josephine auf eine Wanderung durch das Ruhrgebiet. Mit Zelt und Rucksack macht sie sich auf den ungewissen Weg, zeltet in Vorgärten und setzt sich dem körperlichen und seelischen Schmerz aus. Sie erinnert sich an die intensive Freundschaft, die die Frauen miteinander verbunden hat und sucht schließlich Orte und Menschen auf, die eine Verbindung zu ihnen hatten. Mosaikartig setzt sich so ein differenziertes Bild einer Beziehung zusammen, das von Verbundenheit, Scheitern, Vergeben und tiefer Nähe geprägt war. Josephine muss eigene Versäumnisse erkennen, aber auch Enttäuschung über Inkens Schweigen verkraften. In ihrem neuen Roman (vgl. ID-A 11/17) erzählt die Autorin feinfühlig vom Wert der Freundschaft und von der Trauer um einen geliebten Menschen. Ohne Larmoyanz, trotzdem eindringlich, gelingt es ihr, die innere Befindlichkeit Josephines stimmig nachzuzeichnen und dabei aufzuzeigen, wie Familie und Vorfahren in das eigene Leben eingreifen. Sehr empfohlen.


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Personen: Bünnig, Jenny

Standort: SL

Schlagwörter: Belletristische Darstellung Frau Freundschaft Wandern Verlust Tod/Trauer Psychische Verarbeitung

Bünnig, Jenny:
Meine fremde Freundin : Roman / Jenny Bünnig. - Originalausgabe. - Zürich : Arche, 2020. - 270 Seiten ; 21 cm
ISBN 978-3-7160-2789-9 fest geb. : EUR 20.00

Zugangsnummer: 86620002939 - Barcode: 20002939
BÜNN - Signatur: BÜNN - Roman