Pedersen, Klaus
Naturschutz und Profit Menschen zwischen Vertreibung und Naturzerstörung
Buch

"Naturschutz" hat einen guten Klang, aber er ist Feigenblatt und Konzession an bestimmte Interessengruppen - der Versuch, die vom globalen kapitalistischen Raubbau erzeugte Naturzerstörung abzupuffern, weil Pharma- und Biotech-Industrie bei der Inwertsetzung der schrumpfenden Biodiversität nicht hinterher kommen.

Allein in Afrika wurden im Namen des Naturschutzes 10-15 Millionen Menschen vertrieben. In den Ländern des Südens werden massive Menschrechtsverletzungen begangen, um die biologische Vielfalt zu schützen. Ein beträchtlicher Teil der Weltbevölkerung befindet sich in der Zange zwischen »Naturschutz« und profitgetriebener Naturzerstörung.

Das Buch geht auf die kolonialen Wurzeln des Naturschutzgedankens ein und beleuchtet die sozialen Folgen für die lokale Bevölkerung, die heute nicht anders sind als im 19. Jahrhundert, als der Yellowstone Nationalpark geräumt wurde. Im zweiten Teil des Buches werden die Gewinner:innen des Naturschutzes betrachtet. Es geht um Bioprospektion, Baumplantagen, Emissionshandel, "Agro"-Kraftstoffe und "Öko"-Tourismus sowie um Naturschutzorganisationen, die zu transnationalen Unternehmen mutiert sind.


Dieses Medium ist verfügbar. Es kann vorgemerkt oder direkt vor Ort ausgeliehen werden.

Personen: Pedersen, Klaus

Schlagwörter: Biodiversität Nationalparks Naturschutz Artenvielfalt Naturschutzpolitik Palmöl Naturschutzprogramme WWF Uganda Mexiko Biopiraterie Biotreibstoffe Menschenrechtsverletzung Umsiedlung Bioprospektion Waldzonierung Biosprit Tansania

Interessenkreis: Naturschutz Politik

B-PG31-Ped

Pedersen, Klaus:
Naturschutz und Profit : Menschen zwischen Vertreibung und Naturzerstörung / Klaus Pedersen. - 1. Aufl. - Münster : Unrast, 2008. - 138 S.: Ill., graph. Darst.
ISBN 978-3-89771-476-2 : 13,80 EUR

Zugangsnummer: 0000/9222 - Barcode: 01011722
Globaler Süden: Kolonialismus; Politik, Entwicklungspolitik - Buch